In diesem Artikel habe ich beschrieben, wie ihr auf eurem PC @ Home eine Kopie eurer WordPress Installation anlegen könnt. Dies ist sinnvoll, wenn ihr am Design oder der Struktur eurer Webseite etwas ausprobieren wollt und dies die Besucher eurer Webseite nicht mitbekommen sollen.

Es gibt noch eine andere Möglichkeit eine Spielwiese für eure kreativen Ausschweifungen anzulegen. WordPress wird einfach ein zweites mal auf dem  Webserver eures Hosters installiert.

Dabei sind zwei Dinge zu beachten:

  • zum einen müssen wir ein von der ersten Installation abweichendes Verzeichnis nutzen und
  • zweitens müssen wir eine zweite Datenbank, bzw. von der ersten Installation abweichende Tabellenpräfixe, anlegen.

Bevor wir beginnen, kümmern wir uns zunächst um ein aktuelles Backup der Datenbank sowie unserer Webseite. Folgt einfach dieser Anleitung.

Nachdem ihr alle Daten gesichert habt, ladet euch die aktuelle Version von WordPress hier herunter. Idealerweise sollte dies die gleiche Version sein, wie in eurer Erst-Installation. Wählt euch mit eurem FTP-Client auf dem Webserver ein und legt ein neues Verzeichnis (im folgenden Beispiel ‚wordpress_2‘) für die zweite Installation an.

Entpackt die Installationsdatei von WordPress und kopiert alle Dateien in das eben angelegte Verzeichnis ‚wordpress_2‘ auf dem Webserver. Um die Datenbankverbindung herzustellen, muss die Datei ‚wp-config.php‘ im Hauptverzeichnis vorhanden sein. Kopiert die Datei aus eurer Erst-Installation ‚…/wordpress_1/wp-config.php‘ in das Verzeichnis ‚wordpress_2‘. So erspart ihr euch das Eintragen der Zugangsdaten für die Datenbank.

Ich gehe mal davon aus, dass ihr keinen eigenen Webserver betreibt, sondern einen Webhoster nutzt. Hier habt ihr vermutlich das Problem, dass euch lediglich eine Datenbank zur Verfügung gestellt wird. Betreibt ihr jedoch einen eigenen Server, braucht ihr nur eine neue Datenbank anzulegen und die ‚wp-config.php‘ entsprechend anzupassen. Die folgenden Schritte könnt ihr euch dann sparen.

Habt ihr nur eine Datenbank von eurem Webhoster muss die ‚wp-config.php‘ angepasst werden, damit WordPress die Datenbanktabellen anlegen kann. Ladet die Datei herunter und öffnet diese mit einem Texteditor. Sucht nach dem Eintrag

$table_prefix  = 'wp_';   // Nur Zahlen, Buchstaben und Unterstriche bitte!

Hiermit wird festgelegt, welchen Präfix eure WordPress Datenbanktabellen bekommen. Gehen wir mal davon aus, dass ihr bei eurer Erst-Installation keine Änderungen dieses Parameters vorgenommen habt, hat Wordpress die Datenbanktabellen mit dem Präfix ‚wp_‘ angelegt, also z.B. ‚wp_posts‘ etc.. Um den Tabellen für die Zweit-Installation ein anderes Präfix zu geben, ändert den Eintrag wie folgt ab:

$table_prefix  = 'wp1_';   // Nur Zahlen, Buchstaben und Unterstriche bitte!

WordPress wird bei der Installation dann Datenbanktabellen in Form von ‚wp1_posts‘ usw. anlegen.

Ansonsten braucht in der Datei nichts verändert werden. Speichert die Datei also ab und ladet sie wieder auf den Webserver.

Ruft nun die WordPress-Installation auf, indem ihr im Browser folgende Adresse eingebt

http://www.eureDomain/wordpress_2/wp-admin/install.php

Es sollte euch folgende Meldung begrüßen:

Nehmt die Einstellung für eure Zweit-Installation vor und klickt auf WordPress installieren. Denkt daran den unteren Haken nicht zu setzen. Ansonsten wird eure Testpage irgendwann bei Google und Co auftauchen. Um Verwechslungen auszuschließen, empfehle ich dem Blog-Titel ein Endung wie ‚test‘ oder ähnliches mitzugeben. Ihr seht im Backend dann sofort, bei welcher Installation ihr gerade angemeldet seid.

Hat die Installation geklappt, könnt ihr euch in eurer Zwei-Installation anmelden. Solltet ihr folgende Meldung sehen, stimmt etwas nicht mit den Tabellen-Präfixen. Überprüft nochmals den Eintrag in der ‚wp-config.php‘ und startet die Installation danach nochmals.

Beachtet, dass mit der Installation neue leere Datenbanktabellen angelegt wurden. Wenn ihr die Zwei-Installation also aufruft, werden dort keine Inhalte hinterlegt sein.

Denkt auch daran, in der Zweit-Installation die Plugins zu installieren und euer Design in den Ordner  ‚…/wordpress_2/wp-content/themes‘ zu kopieren.