Interessantes, und für mich etwas unverständliches, Urteil des Amtsgerichts Wuppertal für alle WLAN-Betreiber. Das Amtsgericht hat nun entschieden, dass wer ohne Erlaubnis über ein fremdes, ungesichertes WLAN surft, sich nicht strafbar macht.

Im vorliegenden Fall wurde dem Tatverdächtigen vorgeworfen, sich im August 2008 mit seinem Laptop mittels einer drahtlosen Netzwerkverbindung in ein offenes WLAN eingewählt zu haben, und ohne Erlaubnis und Zahlung eines Entgelts das Internet zu nutzen. 

Das Amtsgericht begründete ihr Urteil damit, dass das sogenannte Schwarzsurfen weder den Tatbestand des unbefugten Abhörens von Nachrichten nach §89 I 1 TKG noch des unbefugten Abrufens oder Verschaffens personenbezogener Daten nach §§44, 43 II Nr.3 BDSG erfülle.

Nun ja. Von meinem Rechtsempfinden her, habe ich da ein etwas mulmiges Gefühl. Da nutzt Jemand etwas, für das ein Anderer Geld zahlen muss, ohne sein Einverständnis.

Auf jeden Fall sollte sich jeder Betreiber eines WLAN über die Konsequenzen bewusst sein, was passieren kann, wenn man sein Funknetzwerk nicht absichert.

Stellt euch nur mal vor, es wählt sich der böse Nachbar in euer Netz ein und lädt per Filesharing Filme, Musik oder Schlimmeres herunter. Die Staatsanwaltschaft ermittelt die IP-Adresse und steht bei euch vor der Haustür. Na dann erklärt denen mal, dass ihr das nicht wart…

Wer sich in euer Netzwerk einwählen kann, hat natürlich auch Zugriff auf euren Rechner und kann so Mails lesen, Fotos anschauen etc..

Also immer schön das WLAN absichern. So schwer ist das nicht.