Nach einer neuen Analyse von Datenschützern verstößt der auf Webseiten häufig genutzte „Gefällt mir“-Button von Facebook aktuell gegen deutsches Recht. Das Unabhängige Landeszentrum für Datenschutz in Schleswig-Holstein (ULD) stellte fest, dass dieser nicht mit den Bestimmungen des Datenschutzes und des Telemediengesetzes (TMG) vereinbar ist.

So heißt es in einer Presseerklärung:

Bei Nutzung der Facebook-Dienste erfolgt eine Datenweitergabe von Verkehrs- und Inhaltsdaten in die USA und eine qualifizierte Rückmeldung an den Betreiber hinsichtlich der Nutzung des Angebots, die sog. Reichweitenanalyse. Wer einmal bei Facebook war oder ein Plugin genutzt hat, der muss davon ausgehen, dass er von dem Unternehmen zwei Jahre lang getrackt wird. Bei Facebook wird eine umfassende persönliche, bei Mitgliedern sogar eine personifizierte Profilbildung vorgenommen. Diese Abläufe verstoßen gegen deutsches und europäisches Datenschutzrecht. Es erfolgt keine hinreichende Information der betroffenen Nutzerinnen und Nutzer; diesen wird kein Wahlrecht zugestanden; die Formulierungen in den Nutzungsbedingungen und Datenschutzrichtlinien von Facebook genügen nicht annähernd den rechtlichen Anforderungen an gesetzeskonforme Hinweise, an wirksame Datenschutzeinwilligungen und an allgemeine Geschäftsbedingungen.

Dieser Meinung hat sich nun auch der Niedersächsische Landesbeauftragte für den Datenschutz (LFD) angeschlossen.

Die ausführliche Datenschutzrechtliche Bewertung könnt ihr hier nachlesen.

Ich habe daher den Button bis zur Beseitigung der rechtswidrigen Zustände durch Facebook von meiner Webseite entfernt.