Vielleicht hat es der ein oder andere schon einmal gehört: die IP-Adressen (IPv4) gehen aus. Was sich zunächst etwas komisch anhört, ist ein normaler Rechenvorgang. Wikipedia sagt:

IPv4 benutzt 32-Bit-Adressen, daher sind maximal 4.294.967.296 eindeutige Adressen möglich. IPv4-Adressen werden üblicherweise dezimal in vier Blöcken geschrieben, zum Beispiel 207.142.131.235. Je Block werden 8 Bit zusammengefasst; somit ergibt sich für jeden Block ein Wertebereich von 0 bis 255.

Okay, 4,3 Milliarden IP-Adressen sind jetzt nicht so wenig, aber diese gehen wohl rapide zur Neige. Das IP-Protokoll wurde 1981 definiert. Damals konnte noch niemand abschätzen, wie und vor allem wie schnell sich das Internet entwickeln wird.

Um auch weiterhin den Anforderungen des World Wide Web gerecht zu werden und dessen Betrieb aufrecht zu erhalten, wurde bereits 1998 das Internet Protokoll Version 6 entwickelt. Damit werden dann unvorstellbare 340 Sextillionen (340 mit 36 Nullen)  IP-Adressen zur Verfügung stehen.

Heute nun haben zahlreiche Provider, Betreiber von Internetseiten und Hersteller von Internetgeräten, unter anderem Google, Facebook, Yahoo, den neuen Adressstandard IPv6 aktiviert.

Was gilt es zu beachten?

Erst einmal nichts. Beide Standards laufen – mindestens für 10 Jahre – parallel, so dass wir von der Umstellung gar nichts merken werden. Viele Geräte, Router, Betriebssysteme, etc. unterstützen bereits IPv6 und sind so voreingestellt, dass IPv6 genutzt wird, wenn das IPv4-Protokoll abgeschaltet wird.

Wer gerade mit der Anschaffung von Netzwerkgeräten liebäugelt, sollte darauf achten, dass das Gerät das neue Protokoll bereits beherrscht.

Also, happy IPv6 Launch Day.